01.05.2012 / Allgemein / /

Ist Olten eine sichere Stadt? (KOLT-Artikel 05/12)

Bezüglich Sicherheit bin ich kein Massstab. Es benötigt viel, bis ich mich unwohl fühle. Ich erinnere mich an das Mitwirkungsverfahren „Sicherheit in Olten“ von 2007 mit dem daraus entstandenen rund 80 seitigen „Metron-Bericht“. Eine Projekt der Stadt angeregt durch das Parlament mit dem Ziel, die breite Bevölkerung abzuholen und zu klären, wo der Schuh in der „subjektiven“ Sicherheit drückt.

Als Resultat sind diverse Probleme aufgezeigt und anschliessend verbessert worden. So wurde z.B. die Beleuchtung vielerorts verbessert (Winkel, Vögeligarten) oder Anpassungen von Bodenmarkierungen (Tempo 30, Achtung Schüler). Ebenso wurde gefordert, dass die Stadtpolizei „sichtbarer“ in den Quartieren wird. 

Wo ist nun noch weiterer Handlungsbedarf? Sind es die dunklen Gestalten am späten Abend, welche nicht jeder von uns nach Hause einladen würde? Sind es die Ampeln, welche am Abend schneller für Fussgänger und Velofahrer schalten sollten?

Wie erwähnt, für solche Themen bin ich kein Massstab – ich denke eher, dass uns in den kommenden Jahren vor allem der Verkehr beschäftigen wird. Die Quartiere gilt es vor übermässigem nicht berechtigtem Verkehr zu schützen. Dies wird ein Hauptthema für unsere Stadtpolizei sein. Kontrollen mit dem Ziel der Aufklärung und später der konsequenten Anwendung des bestehenden Rechts wird gefordert werden.

So gesehen ist die Quartierpolizei das Medium, um am Puls zu sein. In einer Zeit, wo die Polizisten nicht mehr in der Stadt wohnen, wird dies umso wichtiger. Nur Oltner kennen die Probleme und stossen mit der Quartierpolizei nun auf offene Ohren. Die Polizei muss sich den Oltnern beweisen, dass wir den getätigten Stellenaufbau als gerechtfertigt ansehen. Nähe zum Bürger ist sicher der richtige Weg dazu! 

Marcel Steffen, Präsident CVP und Gemeinderat Olten