29.06.2012 / Allgemein / /

Braucht Olten ein Energiefonds? (KOLT-Artikel 07/12)

Was ist der Zweck eines Energiefonds – die Idee ist Gelder so zu leiten, dass ein gewünschtes Energieverhalten hergeleitet werden kann. Im Grundsatz eine perfekte Lösung, um einen sanften Druck aufzubauen, damit wir lernen, mit unseren Ressourcen besser um zu gehen. 

Bei den schon unzählig bestehenden Energiefonds werden oft Wärmedämmungsmassnahmen, erneuerbare Energiequellen sowie Stromeffizienzmassnahmen unterstützt. Als klare Erkenntnis der bestehenden Fonds ist die notwendige Reglementierung der Bezugsberechtigung und somit Förderung von Bürokratie zu bemerken.

Je nach Ausgestaltung des Fonds muss hier mehr oder weniger Geld zur Verfügung gestellt werden. Gehe ich von einem Menschenbild aus, welches alles daran setzt, im Einklang mit dieser Welt zu leben, so ist jeder Bewohner selbst gefordert. Bauherren und Hausbesitzer nehmen selbsttätig die notwendigen Massnahmen vor. Sie bauen umweltbewusst und setzen alles daran, die Bauten nach dem neusten Stand der Technik auszurüsten. Soweit die Theorie zu diesem Menschenbild, denn diese Illusion mache ich mir nicht.

Nach mir gilt es die bestehenden Massnahmen wie Steuerabzüge bei Renovationen, Beiträge Dritter wie Förderprogramm Kanton / Bund oder Klimarappen zu berücksichtigen. Bereits heute kann jeder entsprechende Fördergelder beantragen und der Anreiz ist somit vorhanden. Als klare Schlussfolgerung daraus bin ich der Meinung, dass Olten kein separates Förderprogramm für die Stadt braucht.

Vielmehr stelle ich mir die Frage, ob die Stadt nicht mehr investieren und mögliche Standorte für Solarstromanlagen nutzen sollte. Wäre es nicht möglich, auf den städtischen Bauten wie z.B. Schulhäusern flächendeckend mit Solarpanels auszustatten? Vielleicht wäre hier das Geld besser eingesetzt, als es in einen Fonds zu leiten.

Marcel Steffen, Präsident CVP und Gemeinderat Olten